Der Film ist unter aller Sau, sagen Frau Wagner und Frau Müller. Die beiden haben bestimmt recht, also werde ich mir den Film nicht antun.
10. Februar 2008 um 10:29 Uhr von Mitch
bisher 31 Kommentare
1.
Christian Müller | am 11. Februar 2008 um 14:26 Uhr
Einer der besten deutschen Filme die Ich jemals gesehen habe. Für jung und alt, kann den Film nur empfehlen.
2.
faby-jane | am 11. Februar 2008 um 16:37 Uhr
Die Formulierung ‘für jung und alt’ straft den Film meiner Meinung nach schon ab. Das impliziert für mich immer, dass der Film keine klare Aussage hat, außer einer mit möglichst wenig Kanten, um möglichst wenig anzuecken und demnach möglichst viel Publikum irgendwie anzusprechen. Boulevard im Kino…
Frage an Mitch bzw. Frau Wagner und Frau Müller: Hält der Film den Vergleich zu ‘Free Rainer’?
3.
Knut | am 11. Februar 2008 um 23:17 Uhr
Man mag es kaum glauben, aber »Chiko« soll sogar noch schlechter sein, als »Free Rainer« – Laut Frau Müller und Frau Wagner.
Sehenswerte aktuelle deutsche Filme sind meiner Meinung nach z.B. »Berlin – 1. Mai« oder »Am Ende Kommen Touristen«.
Grüße, der Knut
4.
richard zeiler | am 12. Februar 2008 um 00:49 Uhr
Ich habe “Chiko” auf der Berlinale gesehen, und ich muss sagen, es ist eine Frechheit, dass es immer wieder Leute gibt, die die Entwicklung im Deutschen Kino verhindern wollen.
CHIKO IST WIRKLICH EIN TOLLER FILM!!!! Er ist wie eine Achterbahnfahrt! Unbedingt ansehen!!!! Ich wünschte, es gebe mehr solcher Filme hierzulande!
5.
Julia Scholz | am 12. Februar 2008 um 00:51 Uhr
Der Berlinale-Hit! Wirklich toll!
6.
Sascha Lange | am 12. Februar 2008 um 00:53 Uhr
Wer sind denn Wagner und Müller?? Ich habe gehört das Chico viel besser sein soll wie Free Rainer. Ich werde mir den Film ansehen
Gruss an Berlin
7.
inselkind | am 12. Februar 2008 um 10:03 Uhr
Also, “die Wagner” sieht das so: Wenn Filme wie “Chiko” oder “Free Rainer” die Ent wicklung des deutschen Kinos repräsentieren sollen, dann kann die Berlinale die Sektion German Cinema gleich dicht machen. Was genau soll an “Chiko” denn so gut so sein? Was ist da bitte Unterhaltung??? Etwa Dialoge wie: “Mann, wenn du Respekt willst, dann darfst du keinem Raspekt zeigen, dann kannst du alle ficken, und Mann, dann bist du der Scheißrespekt.” (Chiko) Dazu ein wunderschönes Zitat eines Freundes von mir: “Diese scheiß Fäkalsprache kotzt mich echt an.” Und das die vollen 92 Minuten lang, die mich dieser Film mit hysterischem Geschrei und überdramatisiertem Rumgemotze gequält hat.
Die Story von “Free Rainer ” war einfach nur absurd, weil es idiotisch ist, das Fernsehen durch einen Film kritisieren zu wollen, dessen Dialoge und Situationen selbst nur Soapqualität haben. “Chiko” ist einfach nur absurd, weil alles ganz furchtbar böse auf Koks, Kohle und Gangster gemacht ist. Da cruisen der Chiko und seine Kumpels durch Hamburg, schlagen ein paar Leute zusammen, treffen den Moritz “Brownie” Bleibtreu und er haut dem Tibet nen Nagel in den Fersen, und von da an guckt der immer ganz, ganz böse. So eine hirnlose Story. Da ist arme kranke Mutter von Tibet die ne Niere braucht und im angewrackten Plattenbau wohnt und auf der anderen Seite der Chiko, der mit seinem weißen Mercedes mit Goldfelgen durch die Stadt jagt. Und dann noch eine dramatische Wendundung und , dann noch eine und zum Schluss sind alle tot. Den Gipfel dieser Absurdität ist dann das letzte Bild, das eine blutrote Sonne zeigt, die über Hamburg aufgeht. Dazu ein Gangster Rapsong alá Sido. Das ist echt zu viel. Über Moritz Bleibtreu wäre auch noch einiges zu sagen, aber ich will Mitch seinen Blog nicht mit noch mehr Mist zumüllen. “Chiko” ist der schlechteste Film, den ich bisher auf der Berlinale gesehen hab. basta.
Manche Leute haben überhaupt keine Ahnung von Filmen! Zu der wirklich absurden Kritik eben würde ich total widersprechen denn gerade so ein Film wie Chiko ist endlich mal ein ehrlicher gewaltiger und mutiger Film und nicht so ein Käse was sonst so im Deutschen Kino läuft. (Knallhart….) Gerade die Sprache ist authentisch und es ist ein Jammer das es Leute gibt die den Film wegen seiner Authentizität verdammen. Sorry aber ihr vergöttert Filme wie City of God oder Good fellas aber seid so prüde wenn man diese Art von Film in Deutschland macht. guckt doch weiterhin lieber Verbotene Liebe.
Chiko ist einfach ein Muss für echte Genreliebhaber
10.
inselkind | am 12. Februar 2008 um 15:15 Uhr
Chiko ist also authentisch und zeigt wie das wahre, harte Leben ist? An welcher Stelle sagt mir der Film denn, das er authentisch sein will? Die Story ist konstruiert (aber sowas von!) Außerdem sind z.B. die Geräusche, wenn ein Fuss oder eine Faust auf einen Menschen einprügelt so dumpf schallend, das sie nicht authentisch sein können, sondern eindeutig nachvertont sind. Bei Filmen von Authentizität zu sprechen ist außerdem sowieso immer schwierig. Mir geht es nur darum, was mir der Film zeigt, und was ich in Chiko zu sehen bekommen habe, hat mich sehr geärgert, und absolut nicht überzeugt. Das hat sicher nichts mit Prüderie zu tun.
11.
faby-jane | am 12. Februar 2008 um 15:54 Uhr
@kim
Wunderbar, jetzt werden sogar wieder polemisch und persönlich. Kaum bringt jemand zwar persönliche aber, wie ich finde, durchaus plausibel und bedenkenswerte Argumente an, die einem nicht passen, wird erst mal grandios verallgemeinert und Dinge behauptet, die nichts weiter als Mutmaßungen sind, nämlich:
“Die hier Schreibenden haben keine Ahnung von Filmen!”
“Die hier Schreibenden gucken ‘Vebrotene Liebe’” (Selbst wenn, wen kümmert’s?!)
Sag mir doch lieber mal, warum Chiko so ein “gewaltiger und mutiger Film” ist, der so “authentisch” das wahre Leben (aus wessen Sicht spricht man eigentlich immer vom wahren Leben? Ist ‘das Wahre’ nicht etwas vollkommen individuelles?) präsentiert. Dieses ‘wahre Leben’, das der Film offensichtlich präsentiert, is mir gänzlich unbekannt. Ich kenne es nicht, ich habe es nie erlebt. Mein ‘wahres Leben’ ist es also nicht und ich kann mir beim besten Leben nicht vorstellen, dass diese verallgemeinernde Aussage vom ‘wahren Leben’ und ‘Authentizität’ auf einen Großteil der hiesigen Bevölkerung passen soll.
@ Richard Zeiler
Frage: Was ist an einer persönlichen Aussage, auch wenn sie als veröffentlichte Filmkritik verstanden werden will, Behinderung der Entwicklung des deutschen Kinos? Selbst wenn dieser Blog hier von ein paar hundert Menschen am Tag gelesen wird, behindert man dadurch doch nicht die Entwicklung des deutschen Kinos. Denn wie man sieht, werden solche Filme ja doch gemacht, sie kommen in die Kinos und dort entscheiden die Verkaufszahlen, ob der Film letztendlich erfolgreich ist, zumindest ökonomisch.
Und das Argument, dass Leute durch Kritiken vom Filmeschauen abgehalten werden, ist meiner Meinung nach kein starkes. Gibt es denn empirische Studien, die ne Aussage treffen, wie viele Menschen ins Kino gehen bzw nciht gehen, weil sie eine gute oder schlechte Kritik gelesen haben? Würde mich wirklich interessieren, wie groß der Anteil wäre.
Und doch noch was persönliches zum Schluss: “Er ist wie eine Achterbahnfahrt!” - bedeutet für mich: nach dem Film ist mir zum Speien.
12.
kim | am 12. Februar 2008 um 18:40 Uhr
Authentizität in einem Film bedeutet nicht, dass ein Fusstritt oder ähnliches wahrhaftig klingen muss! Letztendlich ist es ein Film und keine Dokumentation also muss er auch gleichzeitig eine Wirkung haben. Wenn ihr keine Genrefilme oder eben gangsterfilme mögt ist es auch okay. meiner meinung nach überzeugt der Film mit seiner Intensität und seinen tollen Schauspielern. Ihr müsst auch mal euch zurücklehnen können und einen film genießen können. gut, die Sprache ist meinetwegen gewöhnungsbedürftig. Aber umso mehr ist es eben ein Einblick in die Welt dieser menschen, und die existieren, auch wenn ihr die Augen davor verschließt. Irgendeiner schreibt, was ist denn das wahre leben?? ja, es ist etwas individuelles und genau diese individuellen menschen sind die protagonisten hier, in ihrer Welt. Also reden wir hier über die Basis der Story. Wenn man Italo-Gangster hasst, dann guckt man eben keinen film wie Good fellas. Wenn man junge Menschen in Deutschland, die auf gangster machen nicht mag, dann schaut man eben nicht Chiko. Aber wer genau hingeguckt hat merkt, dass es hier mehr um emotionen und freundschaft geht als bloß um protzerei. es geht um eine umheimliche spirale der Konsequenzen .bei einem Film wie city of god, erschießen sich Kinder gegenseitig. Es ist ein toller, packender film. Darüber beschwert sich keiner. Hier, ein Deutscher film, der darf aber nicht diese Genres bedienen oder was? Das finde ich eben total komisch. das publikum hat sich drauf eingelassen am Samstagabend und es war völlig begeistert, und ja, es war wie eine achterbahnfahrt. Eine fahrt für Leute die auf Adrenalin stehen und nicht für welche, die zartbesaitet sind, und das soll keine polemische oder persönliche Aussage sein. es ist eine tatsache.Und ja, wenn man in Neukölln gelebt hat, dann weiß man, dass sogar die realität noch fieser sein kann als in diesem film, nur weil man diese art von leben nicht kennt, heisst das nicht, dass man das gegenteil behaupten kann. Chiko ist und bleibt ein ehrlicher, packender und gleichzeitig witziger und intensiver Film, der mit wendungen überrascht und nicht konstruiert wirkt!Punkt!
Also, ich muss den Film doch noch sehen, um hier mitreden zu können. Aber aus verlässlichen Quellen weiß ich, dass verdammt viele aus dem Film raus sind – und ich glaube nicht, dass das daran liegt, dass sie zart besaitet sind. Egal. Mal schauen.
14.
Mr. White | am 12. Februar 2008 um 19:09 Uhr
Also wenn “Chiko” die Zukunft des deutschen Kinos sein soll, dann muss man dies verhindern. Braucht man aber auch nicht, in 5 Jahren wird sich niemand mehr an diesen Film erinnern können.
15.
faby-jane | am 12. Februar 2008 um 19:15 Uhr
@ kim
Aber du verallgemeinerst ja schon wieder. Im Gegensatz zu ‚inselkind’, die meint, dass der Film für sie(!) der schlechteste Film der Berlinale bisher war, als einen unumstößlichen Fakt dar. In diesem Sinne sprichst du dem Film eine allgemeingültige Aussagekraft zu, dass ‚es so ist’. Und zwar auch das Gezeigte. Ich habe nicht behauptet, dass es ein derartiges Leben nicht gibt, obwohl ich schon denke, dass dieser Film schon eine Überspitzung ist. Ich habe gesagt, dass ich mit der Allgemeingültigkeit dieser Lebensweise meine Probleme habe und diese dem Film abspreche.
Und Authentizität bedeutet sehr wohl Wahrhaftigkeit und Echtheit, schon von der Bedeutung des Wortes her. Welcher Film ist denn authentischer: ‚4 Fäuste für ein Halleluja’ oder ‚Open Range’? Und auch gute Dokumentationen können Wirkung haben, wenn sie denn von der Thematik und Ausführung überzeugen.
Außerdem hat, glaube ich, niemand diesem Filme seine Genrezugehörigkeit abgesprochen. Kann sein, dass es ein Gangsterfilm oder was auch immer ist, natürlich darf er das Genre bedienen. Aber Moritz Bleibtreu – und da sind wir doch mal ehrlich – hält doch keinen Vergleich zu Robert DeNiro oder Andy Garcia. Diesen Vergleich finde ich, mit Verlaub, hanebüchen. Vielleicht liegt das zum Teil daran, dass ‚Free Rainer’ so grausam auf mich gewirkt hat und der Mann dadurch einen großen Teil seiner Glaubwürdigkeit eingebüßt hat und er jetzt schon wieder in so einem… ‚Szene-Film’ zu sehen ist.
Und am Ende muss ich dann doch noch mal Klugscheißer sein, denn es ist eben keine Tatsache, die nämlich in irgendeiner Weise belegt sein müsste, dass ‚inselkind’ oder ich zart besaitet sind, nur weil sie den Film und ich keine Achterbahnen mag.
16.
kim | am 12. Februar 2008 um 19:38 Uhr
Vielleicht ist es ja der Moritz Bleibtreu, der dir schon bei dem Anblick die Lust nimmt, mehr oder weniger so wie du sagst. Aber das ist ja letztendlich auch kein Argument gegen diesen Film. Wenn Wahrhaftigkeit und Echtheit Authentizität bedeuten dann ist dieser film authentisch. der film erzählt von dummen träumen die menschen in die Schlucht führen. All die “Klischees” die die Protagonisten zu erfüllen versuchen sind eben eine Andeutung darauf dass ein Teil unserer Gesellschaft versucht ein besseres Leben zu leben, aber auf eine falsche Art und weise. Es ist eine gelungene Metapher. Letztenendlich ist mir klar dass manche von euch mit diesem Film nichts anfangen können und hier im Blog geht es nicht darum auf eine diktatorische Art anderen seine Meinung aufzudrängen. Aber einige Argumente klingen einfach unsinnig. Und Mr White, was sollte denn deiner meinung nach das Deutsche Kino sein?
ich weiss dass dieser Film sehr viele gute Kritiken gekriegt hat und das zurecht. Jedenfalls ist das meine Meinung und auf viele hatte der Film nach der Vorführung eine starke Wirkung.
17.
cem | am 12. Februar 2008 um 19:44 Uhr
Irgendwo habe ich gelesen das der film auf der berlinale sehr diskussionen gesorgt hat. ich hab ihn net gesehn.aber ich merke das das was ich gelesn hab wohl stimmt. Meine Freundin fand ihn hart aber echt geil. normalerweise hast sie gangster filme
18.
Thomas Falke | am 13. Februar 2008 um 00:15 Uhr
Ich habe diesen Film am Montag gesehen und muss sagen, dass dieser Forum eine interessante Diskussion liefert.
An Faby-Jane:
Ich weiß, Kim hat nicht gerade die besten Argumente. Er/sie schreibt: “Die hier Schreibenden haben keine Ahnung von Filmen!” oder
“Die hier Schreibenden gucken ‘Vebotene Liebe’” Wenn das Mutmaßungen für dich sind, stellt sich hier die Frage, warum du selber an “Überspitzungen” glaubst, obwohl du den Film noch nicht einmal gesehen hast? Du schreibst, dass du mit der Allgemeingültigkeit dieser Lebensweise deine Probleme hast (ist ja auch völlig in Ordnung) und diese dem Film absprichst. Du schreibst, dass eine Achterbahnfahrt für dich bedeutet: nach dem Film ist dir zum Speien. Achterbahnfahrten muss man nicht mögen, aber hier drängt sich doch (und Verzeihung, falls ich an dieser Stelle falsch mit meiner Interpretation liege) der Subtext auf, dass du eher eine negative Meinung vertrittst als eine Neutrale, obwohl du dir diesen Film noch nicht angeschaut hast. Es tönt so, als wenn du dich an der Meinung anderer stützen würdest. Natürlich musst du auch Herrn Bleibtreu nicht qualitativ mit anderen erfolgreichen, internationalen Schauspielern vergleichen oder gar ihn mögen. Aber dieses Argument klingt doch leider etwas unbeholfen.
Ich selber war leicht hin und hergerissen nach der Vorführung und wußte, dieser Film wird, ob nun gewollt oder nicht, für Wirbel bei einigen Zuschauern sorgen. Er ist tatsächlich gewöhnungsbedürftig in seiner Sprache und Direktheit (vor allem für die Genossen meiner Generation!) und möchte sich fast schon auf eine brutale Art behaupten, denn er tritt mit einem (übertriebenen!) Selbstbewußtsein auf. Mittlerweile glaube ich jedoch, dass dieser Film es verdient hat, geguckt und für Voll genommen zu werden, denn er hat etwas zu sagen, vor allem unserer jüngeren Generation. Und ich spreche hier nicht von einer juvenilen Aussage oder gar Anklage, die sozialpädagogisch daherkommt, sondern der Film spricht eine direkte Sprache, die moralisch nicht mißzuverstehen ist. Auf die Frage hin, was denn überhaupt so authentisch oder mutig sei an diesem Film (und auch an dieser Stelle möchte ich mich entschuldigen, wenn ich hier ein Mißverständnis ausspreche, aber die Formulierung dieser Frage verleitet mich dazu, daraus einen fast vorurteilhaften Ton herauszuhören, obwohl du den Film nicht gesehen hast), dann möchte ich sagen, dass der Film den Umgang mit seinen Figuren, dem Umfeld, der (fast geradezu leidenschaftlich porträtierten) Gewaltdarstellung qualitativ und filmisch virtuos erzählt, ohne auch nur eine Sekunde lächerlich oder gewollt zu wirken, welches einigen gegenwärtigen Regisseuren hierzulande nicht gelingt. Ich bin kein Liebhaber dieses Genres oder gar dieses Filmes. Ich muss trotzdem aus der Sicht eines ehemaligen Film- und Literaturkritikers gestehen, dass die sogenannte Achterbahnfahrt in diesem Falle, nicht zur Übelkeit führt, sondern den Zuschauer aggressiv angreift und ihn emotional fordert. Für einige sicher ein Erlebnis, für andere fast ein ungemütlicher Anschlag.
Und die pubertärende Aufforderung: “Wenn “Chiko” die Zukunft des deutschen Kinos sein soll, dann muss man dies verhindern…” klingt doch in seiner Naivität etwas zu diktatorisch. Abgesehen mal davon, dass wir hier von keiner Revolution sprechen, klingen Kommentare wie diese schließlich doch nach “Erkan und Stefan” und wenn man diesem Jargon Ehre erweist, dann verdient der sogenannte “Slang” in Chiko die Note 1.
19.
inselkind | am 13. Februar 2008 um 11:52 Uhr
…zumindest das muss ich dem Film zugute halten: Immerhin bringt er uns dazu über Kino und Filme zu reden und nachzudenken.
Wenn ich Lust auf leidenschaftlich porträtierte Gewaltdarstellungen habe, werde ich in Zukunft trotzdem lieber bei Tarantino bleiben.
20.
oktay | am 17. Februar 2008 um 10:08 Uhr
Ey die waren zu zweit Diggers…..geiler Film,endlich mal ein Gangsterfilm aus Deutschland!!!
21.
sosege | am 27. März 2008 um 14:58 Uhr
Also ich finde es einer der besten Filme die ich je gesehen habe, die Schaupieler sind so real, als ob man in dem Film dabei ist.Dieser Film zeigt das reale Leben, zeigt wie es da draussen wirklich aussieht.
Von wegen die Fäkalsprache: Beobachtet euch doch mal selber wie ihr im persönlichen kreis miteinander redet. Stimmt: Da kommt kein Penner, Arschloch oder das schlimme Wort RESPEKT oder FICKEN vor !!! Ich habe den Film auf der BERLINALE gesehen und muss sagen das dieser Regisseur mehr Filme machen sollte, denn was hier gezeigt wurde und bald wieder geziegt wird, ist das wo vor ihr Angst habt. Angst vor der wirklichkeit.Lieber Gruss…..
22.
Knut | am 27. März 2008 um 16:12 Uhr
Auf der Berlinale habe ich einen Film gesehen, der sich mit einem ähnlichen sozialen Milieu auseinandersetzt. Wobei “Regarde Moi” die etablierten filmischen Klischees, die meist zur Inszenierung derartiger Plots genutzt werden, zwar aufruft, aber letztendlich nicht bedient.
Eine solche Herangehensweise macht diesen Film für mich prinzipiell sehenswerter, als einen Film, bei dem die konventionellen Vorstellungen, die in meinem Kopf mehr oder weniger bewusst existieren, einfach nur bestätigt und nacheinander angearbeitet werden.
Andere Perspektiven als die Bekannten eröffnen und vermitteln und so zu überraschen, das ist es, was Film leisten kann und auch leisten sollte, finde ich.
Und entschuldige bitte diesen unsachlichen Einwurf, aber dass hier irgendwer Angst vor der Wirklichkeit hat (vor welcher auch immer), muss man sich nicht von jemandem sagen lassen, der “reales Leben” und “Film” in einem Satz verwendet.
Grüße, der Knut
23.
timmo | am 30. März 2008 um 11:56 Uhr
Dieser Film ist einfach klasse! Egal wer hier was sagt hingehen und gucken!!!!!!!!Grüsse aus Eppendorf
24.
andi | am 14. April 2008 um 23:01 Uhr
mitunter der schlechtesten Filme die ich je gesehen habe. Obzöne und primitive Sprache. Eine schande wie so ein film überhaupt gedreht werden konnte. Einfach nur schlecht!!
25.
Atila | am 4. Mai 2008 um 10:19 Uhr
Hallo erstmal an alle,
ich habe den film gesehen und muss sagen das dieser film echt einiges realitätes zeigt. Nur es gibt Menschen die dieses Leben nicht kennen und es auch nicht verstehen.
Ich direkt fand das das ende des Filmes von drei varianten die schlimste war aber auch sehr Real.
Ich habe das gefühl das die meisten Filmkritiker diesen Film nicht mögen und es nicht der Strasse gönnen. Sie haben ja die nötige Kohle und haben keine grossen Probleme, Aber es gibt genau dieses Klientiel wie TIBET im Film der von Autos Träumt und sich es nicht leisten kann und keine Arbeit hat und obenrauf noch drogensüchtig ist. Tja was sehen wir , also ich sehe ein Versagen des Systems. Und Chiko reitet sich immer mehr in die Kluft zwischen Freunde und und wahren Freunde. Na …….was merken wir ………diese Frage stellt sich ja wohl jeder.
Naja ich finde das dieser Film eines der besten Filme Deutschlands ist.
Und wir sollten Stolz sein das wir solche echten Filme Drehen könnnen.
Ich bin sehr stolz auf Deutschland . den dieses Land verdient unsere Liebe .
Ich habe den FIlm gestern zum ersten mal im kino gesehen,wie die meisten auch schon kommentiert haben schließ ich mich ebenfalls an und möchte sagen das “Chiko” in mein Augen der BESTER FILM ist.
Grüße an alle die im Film mitgespielt haben….und vorallem an den Regisseur.
Serkan
28.
sickness | am 3. Juli 2008 um 17:34 Uhr
leute wo kann ich den film finden ich such den schon überall bin voll scharf drauf den film zu sehen weil die anderen deutschen filme so langweilig sind hilft
hilft mir!!!
29.
SULU | am 4. Juli 2008 um 08:45 Uhr
@ Sickness
Der Film läuft noch in Hamburg im Smart City UCI, weiß nicht woher du kommst, aber ansonsten gibt es den erst im Sep/Okt auf DVD.
*Editiert wg. Beleidung*
30.
Cash | am 4. Juli 2008 um 08:47 Uhr
*Editiert wg. Beleidung*
31.
sickness | am 8. Juli 2008 um 14:49 Uhr
aso ich bin nicht aus hamburg komme aus dortmund runterladen kann mann den auch nicht oder ?
*Editiert wg. Beleidung*
bisher 31 Kommentare
1. Christian Müller | am 11. Februar 2008 um 14:26 Uhr
Einer der besten deutschen Filme die Ich jemals gesehen habe. Für jung und alt, kann den Film nur empfehlen.
2. faby-jane | am 11. Februar 2008 um 16:37 Uhr
Die Formulierung ‘für jung und alt’ straft den Film meiner Meinung nach schon ab. Das impliziert für mich immer, dass der Film keine klare Aussage hat, außer einer mit möglichst wenig Kanten, um möglichst wenig anzuecken und demnach möglichst viel Publikum irgendwie anzusprechen. Boulevard im Kino…
Frage an Mitch bzw. Frau Wagner und Frau Müller: Hält der Film den Vergleich zu ‘Free Rainer’?
3. Knut | am 11. Februar 2008 um 23:17 Uhr
Man mag es kaum glauben, aber »Chiko« soll sogar noch schlechter sein, als »Free Rainer« – Laut Frau Müller und Frau Wagner.
Sehenswerte aktuelle deutsche Filme sind meiner Meinung nach z.B. »Berlin – 1. Mai« oder »Am Ende Kommen Touristen«.
Grüße, der Knut
4. richard zeiler | am 12. Februar 2008 um 00:49 Uhr
Ich habe “Chiko” auf der Berlinale gesehen, und ich muss sagen, es ist eine Frechheit, dass es immer wieder Leute gibt, die die Entwicklung im Deutschen Kino verhindern wollen.
CHIKO IST WIRKLICH EIN TOLLER FILM!!!! Er ist wie eine Achterbahnfahrt! Unbedingt ansehen!!!! Ich wünschte, es gebe mehr solcher Filme hierzulande!
5. Julia Scholz | am 12. Februar 2008 um 00:51 Uhr
Der Berlinale-Hit! Wirklich toll!
6. Sascha Lange | am 12. Februar 2008 um 00:53 Uhr
Wer sind denn Wagner und Müller?? Ich habe gehört das Chico viel besser sein soll wie Free Rainer. Ich werde mir den Film ansehen
Gruss an Berlin
7. inselkind | am 12. Februar 2008 um 10:03 Uhr
Also, “die Wagner” sieht das so: Wenn Filme wie “Chiko” oder “Free Rainer” die Ent wicklung des deutschen Kinos repräsentieren sollen, dann kann die Berlinale die Sektion German Cinema gleich dicht machen. Was genau soll an “Chiko” denn so gut so sein? Was ist da bitte Unterhaltung??? Etwa Dialoge wie: “Mann, wenn du Respekt willst, dann darfst du keinem Raspekt zeigen, dann kannst du alle ficken, und Mann, dann bist du der Scheißrespekt.” (Chiko) Dazu ein wunderschönes Zitat eines Freundes von mir: “Diese scheiß Fäkalsprache kotzt mich echt an.” Und das die vollen 92 Minuten lang, die mich dieser Film mit hysterischem Geschrei und überdramatisiertem Rumgemotze gequält hat.
Die Story von “Free Rainer ” war einfach nur absurd, weil es idiotisch ist, das Fernsehen durch einen Film kritisieren zu wollen, dessen Dialoge und Situationen selbst nur Soapqualität haben. “Chiko” ist einfach nur absurd, weil alles ganz furchtbar böse auf Koks, Kohle und Gangster gemacht ist. Da cruisen der Chiko und seine Kumpels durch Hamburg, schlagen ein paar Leute zusammen, treffen den Moritz “Brownie” Bleibtreu und er haut dem Tibet nen Nagel in den Fersen, und von da an guckt der immer ganz, ganz böse. So eine hirnlose Story. Da ist arme kranke Mutter von Tibet die ne Niere braucht und im angewrackten Plattenbau wohnt und auf der anderen Seite der Chiko, der mit seinem weißen Mercedes mit Goldfelgen durch die Stadt jagt. Und dann noch eine dramatische Wendundung und , dann noch eine und zum Schluss sind alle tot. Den Gipfel dieser Absurdität ist dann das letzte Bild, das eine blutrote Sonne zeigt, die über Hamburg aufgeht. Dazu ein Gangster Rapsong alá Sido. Das ist echt zu viel. Über Moritz Bleibtreu wäre auch noch einiges zu sagen, aber ich will Mitch seinen Blog nicht mit noch mehr Mist zumüllen. “Chiko” ist der schlechteste Film, den ich bisher auf der Berlinale gesehen hab. basta.
8. Mitch | am 12. Februar 2008 um 10:22 Uhr
http://www.populaerkultur.com/2007/12/03/filmkritik-free-rainer/
9. kim | am 12. Februar 2008 um 11:29 Uhr
Manche Leute haben überhaupt keine Ahnung von Filmen! Zu der wirklich absurden Kritik eben würde ich total widersprechen denn gerade so ein Film wie Chiko ist endlich mal ein ehrlicher gewaltiger und mutiger Film und nicht so ein Käse was sonst so im Deutschen Kino läuft. (Knallhart….) Gerade die Sprache ist authentisch und es ist ein Jammer das es Leute gibt die den Film wegen seiner Authentizität verdammen. Sorry aber ihr vergöttert Filme wie City of God oder Good fellas aber seid so prüde wenn man diese Art von Film in Deutschland macht. guckt doch weiterhin lieber Verbotene Liebe.
Chiko ist einfach ein Muss für echte Genreliebhaber
10. inselkind | am 12. Februar 2008 um 15:15 Uhr
Chiko ist also authentisch und zeigt wie das wahre, harte Leben ist? An welcher Stelle sagt mir der Film denn, das er authentisch sein will? Die Story ist konstruiert (aber sowas von!) Außerdem sind z.B. die Geräusche, wenn ein Fuss oder eine Faust auf einen Menschen einprügelt so dumpf schallend, das sie nicht authentisch sein können, sondern eindeutig nachvertont sind. Bei Filmen von Authentizität zu sprechen ist außerdem sowieso immer schwierig. Mir geht es nur darum, was mir der Film zeigt, und was ich in Chiko zu sehen bekommen habe, hat mich sehr geärgert, und absolut nicht überzeugt. Das hat sicher nichts mit Prüderie zu tun.
11. faby-jane | am 12. Februar 2008 um 15:54 Uhr
@kim
Wunderbar, jetzt werden sogar wieder polemisch und persönlich. Kaum bringt jemand zwar persönliche aber, wie ich finde, durchaus plausibel und bedenkenswerte Argumente an, die einem nicht passen, wird erst mal grandios verallgemeinert und Dinge behauptet, die nichts weiter als Mutmaßungen sind, nämlich:
“Die hier Schreibenden haben keine Ahnung von Filmen!”
“Die hier Schreibenden gucken ‘Vebrotene Liebe’” (Selbst wenn, wen kümmert’s?!)
Sag mir doch lieber mal, warum Chiko so ein “gewaltiger und mutiger Film” ist, der so “authentisch” das wahre Leben (aus wessen Sicht spricht man eigentlich immer vom wahren Leben? Ist ‘das Wahre’ nicht etwas vollkommen individuelles?) präsentiert. Dieses ‘wahre Leben’, das der Film offensichtlich präsentiert, is mir gänzlich unbekannt. Ich kenne es nicht, ich habe es nie erlebt. Mein ‘wahres Leben’ ist es also nicht und ich kann mir beim besten Leben nicht vorstellen, dass diese verallgemeinernde Aussage vom ‘wahren Leben’ und ‘Authentizität’ auf einen Großteil der hiesigen Bevölkerung passen soll.
@ Richard Zeiler
Frage: Was ist an einer persönlichen Aussage, auch wenn sie als veröffentlichte Filmkritik verstanden werden will, Behinderung der Entwicklung des deutschen Kinos? Selbst wenn dieser Blog hier von ein paar hundert Menschen am Tag gelesen wird, behindert man dadurch doch nicht die Entwicklung des deutschen Kinos. Denn wie man sieht, werden solche Filme ja doch gemacht, sie kommen in die Kinos und dort entscheiden die Verkaufszahlen, ob der Film letztendlich erfolgreich ist, zumindest ökonomisch.
Und das Argument, dass Leute durch Kritiken vom Filmeschauen abgehalten werden, ist meiner Meinung nach kein starkes. Gibt es denn empirische Studien, die ne Aussage treffen, wie viele Menschen ins Kino gehen bzw nciht gehen, weil sie eine gute oder schlechte Kritik gelesen haben? Würde mich wirklich interessieren, wie groß der Anteil wäre.
Und doch noch was persönliches zum Schluss: “Er ist wie eine Achterbahnfahrt!” - bedeutet für mich: nach dem Film ist mir zum Speien.
12. kim | am 12. Februar 2008 um 18:40 Uhr
Authentizität in einem Film bedeutet nicht, dass ein Fusstritt oder ähnliches wahrhaftig klingen muss! Letztendlich ist es ein Film und keine Dokumentation also muss er auch gleichzeitig eine Wirkung haben. Wenn ihr keine Genrefilme oder eben gangsterfilme mögt ist es auch okay. meiner meinung nach überzeugt der Film mit seiner Intensität und seinen tollen Schauspielern. Ihr müsst auch mal euch zurücklehnen können und einen film genießen können. gut, die Sprache ist meinetwegen gewöhnungsbedürftig. Aber umso mehr ist es eben ein Einblick in die Welt dieser menschen, und die existieren, auch wenn ihr die Augen davor verschließt. Irgendeiner schreibt, was ist denn das wahre leben?? ja, es ist etwas individuelles und genau diese individuellen menschen sind die protagonisten hier, in ihrer Welt. Also reden wir hier über die Basis der Story. Wenn man Italo-Gangster hasst, dann guckt man eben keinen film wie Good fellas. Wenn man junge Menschen in Deutschland, die auf gangster machen nicht mag, dann schaut man eben nicht Chiko. Aber wer genau hingeguckt hat merkt, dass es hier mehr um emotionen und freundschaft geht als bloß um protzerei. es geht um eine umheimliche spirale der Konsequenzen .bei einem Film wie city of god, erschießen sich Kinder gegenseitig. Es ist ein toller, packender film. Darüber beschwert sich keiner. Hier, ein Deutscher film, der darf aber nicht diese Genres bedienen oder was? Das finde ich eben total komisch. das publikum hat sich drauf eingelassen am Samstagabend und es war völlig begeistert, und ja, es war wie eine achterbahnfahrt. Eine fahrt für Leute die auf Adrenalin stehen und nicht für welche, die zartbesaitet sind, und das soll keine polemische oder persönliche Aussage sein. es ist eine tatsache.Und ja, wenn man in Neukölln gelebt hat, dann weiß man, dass sogar die realität noch fieser sein kann als in diesem film, nur weil man diese art von leben nicht kennt, heisst das nicht, dass man das gegenteil behaupten kann. Chiko ist und bleibt ein ehrlicher, packender und gleichzeitig witziger und intensiver Film, der mit wendungen überrascht und nicht konstruiert wirkt!Punkt!
13. Mitch | am 12. Februar 2008 um 19:01 Uhr
Also, ich muss den Film doch noch sehen, um hier mitreden zu können. Aber aus verlässlichen Quellen weiß ich, dass verdammt viele aus dem Film raus sind – und ich glaube nicht, dass das daran liegt, dass sie zart besaitet sind. Egal. Mal schauen.
14. Mr. White | am 12. Februar 2008 um 19:09 Uhr
Also wenn “Chiko” die Zukunft des deutschen Kinos sein soll, dann muss man dies verhindern. Braucht man aber auch nicht, in 5 Jahren wird sich niemand mehr an diesen Film erinnern können.
15. faby-jane | am 12. Februar 2008 um 19:15 Uhr
@ kim
Aber du verallgemeinerst ja schon wieder. Im Gegensatz zu ‚inselkind’, die meint, dass der Film für sie(!) der schlechteste Film der Berlinale bisher war, als einen unumstößlichen Fakt dar. In diesem Sinne sprichst du dem Film eine allgemeingültige Aussagekraft zu, dass ‚es so ist’. Und zwar auch das Gezeigte. Ich habe nicht behauptet, dass es ein derartiges Leben nicht gibt, obwohl ich schon denke, dass dieser Film schon eine Überspitzung ist. Ich habe gesagt, dass ich mit der Allgemeingültigkeit dieser Lebensweise meine Probleme habe und diese dem Film abspreche.
Und Authentizität bedeutet sehr wohl Wahrhaftigkeit und Echtheit, schon von der Bedeutung des Wortes her. Welcher Film ist denn authentischer: ‚4 Fäuste für ein Halleluja’ oder ‚Open Range’? Und auch gute Dokumentationen können Wirkung haben, wenn sie denn von der Thematik und Ausführung überzeugen.
Außerdem hat, glaube ich, niemand diesem Filme seine Genrezugehörigkeit abgesprochen. Kann sein, dass es ein Gangsterfilm oder was auch immer ist, natürlich darf er das Genre bedienen. Aber Moritz Bleibtreu – und da sind wir doch mal ehrlich – hält doch keinen Vergleich zu Robert DeNiro oder Andy Garcia. Diesen Vergleich finde ich, mit Verlaub, hanebüchen. Vielleicht liegt das zum Teil daran, dass ‚Free Rainer’ so grausam auf mich gewirkt hat und der Mann dadurch einen großen Teil seiner Glaubwürdigkeit eingebüßt hat und er jetzt schon wieder in so einem… ‚Szene-Film’ zu sehen ist.
Und am Ende muss ich dann doch noch mal Klugscheißer sein, denn es ist eben keine Tatsache, die nämlich in irgendeiner Weise belegt sein müsste, dass ‚inselkind’ oder ich zart besaitet sind, nur weil sie den Film und ich keine Achterbahnen mag.
16. kim | am 12. Februar 2008 um 19:38 Uhr
Vielleicht ist es ja der Moritz Bleibtreu, der dir schon bei dem Anblick die Lust nimmt, mehr oder weniger so wie du sagst. Aber das ist ja letztendlich auch kein Argument gegen diesen Film. Wenn Wahrhaftigkeit und Echtheit Authentizität bedeuten dann ist dieser film authentisch. der film erzählt von dummen träumen die menschen in die Schlucht führen. All die “Klischees” die die Protagonisten zu erfüllen versuchen sind eben eine Andeutung darauf dass ein Teil unserer Gesellschaft versucht ein besseres Leben zu leben, aber auf eine falsche Art und weise. Es ist eine gelungene Metapher. Letztenendlich ist mir klar dass manche von euch mit diesem Film nichts anfangen können und hier im Blog geht es nicht darum auf eine diktatorische Art anderen seine Meinung aufzudrängen. Aber einige Argumente klingen einfach unsinnig. Und Mr White, was sollte denn deiner meinung nach das Deutsche Kino sein?
ich weiss dass dieser Film sehr viele gute Kritiken gekriegt hat und das zurecht. Jedenfalls ist das meine Meinung und auf viele hatte der Film nach der Vorführung eine starke Wirkung.
17. cem | am 12. Februar 2008 um 19:44 Uhr
Irgendwo habe ich gelesen das der film auf der berlinale sehr diskussionen gesorgt hat. ich hab ihn net gesehn.aber ich merke das das was ich gelesn hab wohl stimmt. Meine Freundin fand ihn hart aber echt geil. normalerweise hast sie gangster filme
18. Thomas Falke | am 13. Februar 2008 um 00:15 Uhr
Ich habe diesen Film am Montag gesehen und muss sagen, dass dieser Forum eine interessante Diskussion liefert.
An Faby-Jane:
Ich weiß, Kim hat nicht gerade die besten Argumente. Er/sie schreibt: “Die hier Schreibenden haben keine Ahnung von Filmen!” oder
“Die hier Schreibenden gucken ‘Vebotene Liebe’” Wenn das Mutmaßungen für dich sind, stellt sich hier die Frage, warum du selber an “Überspitzungen” glaubst, obwohl du den Film noch nicht einmal gesehen hast? Du schreibst, dass du mit der Allgemeingültigkeit dieser Lebensweise deine Probleme hast (ist ja auch völlig in Ordnung) und diese dem Film absprichst. Du schreibst, dass eine Achterbahnfahrt für dich bedeutet: nach dem Film ist dir zum Speien. Achterbahnfahrten muss man nicht mögen, aber hier drängt sich doch (und Verzeihung, falls ich an dieser Stelle falsch mit meiner Interpretation liege) der Subtext auf, dass du eher eine negative Meinung vertrittst als eine Neutrale, obwohl du dir diesen Film noch nicht angeschaut hast. Es tönt so, als wenn du dich an der Meinung anderer stützen würdest. Natürlich musst du auch Herrn Bleibtreu nicht qualitativ mit anderen erfolgreichen, internationalen Schauspielern vergleichen oder gar ihn mögen. Aber dieses Argument klingt doch leider etwas unbeholfen.
Ich selber war leicht hin und hergerissen nach der Vorführung und wußte, dieser Film wird, ob nun gewollt oder nicht, für Wirbel bei einigen Zuschauern sorgen. Er ist tatsächlich gewöhnungsbedürftig in seiner Sprache und Direktheit (vor allem für die Genossen meiner Generation!) und möchte sich fast schon auf eine brutale Art behaupten, denn er tritt mit einem (übertriebenen!) Selbstbewußtsein auf. Mittlerweile glaube ich jedoch, dass dieser Film es verdient hat, geguckt und für Voll genommen zu werden, denn er hat etwas zu sagen, vor allem unserer jüngeren Generation. Und ich spreche hier nicht von einer juvenilen Aussage oder gar Anklage, die sozialpädagogisch daherkommt, sondern der Film spricht eine direkte Sprache, die moralisch nicht mißzuverstehen ist. Auf die Frage hin, was denn überhaupt so authentisch oder mutig sei an diesem Film (und auch an dieser Stelle möchte ich mich entschuldigen, wenn ich hier ein Mißverständnis ausspreche, aber die Formulierung dieser Frage verleitet mich dazu, daraus einen fast vorurteilhaften Ton herauszuhören, obwohl du den Film nicht gesehen hast), dann möchte ich sagen, dass der Film den Umgang mit seinen Figuren, dem Umfeld, der (fast geradezu leidenschaftlich porträtierten) Gewaltdarstellung qualitativ und filmisch virtuos erzählt, ohne auch nur eine Sekunde lächerlich oder gewollt zu wirken, welches einigen gegenwärtigen Regisseuren hierzulande nicht gelingt. Ich bin kein Liebhaber dieses Genres oder gar dieses Filmes. Ich muss trotzdem aus der Sicht eines ehemaligen Film- und Literaturkritikers gestehen, dass die sogenannte Achterbahnfahrt in diesem Falle, nicht zur Übelkeit führt, sondern den Zuschauer aggressiv angreift und ihn emotional fordert. Für einige sicher ein Erlebnis, für andere fast ein ungemütlicher Anschlag.
Und die pubertärende Aufforderung: “Wenn “Chiko” die Zukunft des deutschen Kinos sein soll, dann muss man dies verhindern…” klingt doch in seiner Naivität etwas zu diktatorisch. Abgesehen mal davon, dass wir hier von keiner Revolution sprechen, klingen Kommentare wie diese schließlich doch nach “Erkan und Stefan” und wenn man diesem Jargon Ehre erweist, dann verdient der sogenannte “Slang” in Chiko die Note 1.
19. inselkind | am 13. Februar 2008 um 11:52 Uhr
…zumindest das muss ich dem Film zugute halten: Immerhin bringt er uns dazu über Kino und Filme zu reden und nachzudenken.
Wenn ich Lust auf leidenschaftlich porträtierte Gewaltdarstellungen habe, werde ich in Zukunft trotzdem lieber bei Tarantino bleiben.
20. oktay | am 17. Februar 2008 um 10:08 Uhr
Ey die waren zu zweit Diggers…..geiler Film,endlich mal ein Gangsterfilm aus Deutschland!!!
21. sosege | am 27. März 2008 um 14:58 Uhr
Also ich finde es einer der besten Filme die ich je gesehen habe, die Schaupieler sind so real, als ob man in dem Film dabei ist.Dieser Film zeigt das reale Leben, zeigt wie es da draussen wirklich aussieht.
Von wegen die Fäkalsprache: Beobachtet euch doch mal selber wie ihr im persönlichen kreis miteinander redet. Stimmt: Da kommt kein Penner, Arschloch oder das schlimme Wort RESPEKT oder FICKEN vor !!! Ich habe den Film auf der BERLINALE gesehen und muss sagen das dieser Regisseur mehr Filme machen sollte, denn was hier gezeigt wurde und bald wieder geziegt wird, ist das wo vor ihr Angst habt. Angst vor der wirklichkeit.Lieber Gruss…..
22. Knut | am 27. März 2008 um 16:12 Uhr
Auf der Berlinale habe ich einen Film gesehen, der sich mit einem ähnlichen sozialen Milieu auseinandersetzt. Wobei “Regarde Moi” die etablierten filmischen Klischees, die meist zur Inszenierung derartiger Plots genutzt werden, zwar aufruft, aber letztendlich nicht bedient.
Eine solche Herangehensweise macht diesen Film für mich prinzipiell sehenswerter, als einen Film, bei dem die konventionellen Vorstellungen, die in meinem Kopf mehr oder weniger bewusst existieren, einfach nur bestätigt und nacheinander angearbeitet werden.
Andere Perspektiven als die Bekannten eröffnen und vermitteln und so zu überraschen, das ist es, was Film leisten kann und auch leisten sollte, finde ich.
Und entschuldige bitte diesen unsachlichen Einwurf, aber dass hier irgendwer Angst vor der Wirklichkeit hat (vor welcher auch immer), muss man sich nicht von jemandem sagen lassen, der “reales Leben” und “Film” in einem Satz verwendet.
Grüße, der Knut
23. timmo | am 30. März 2008 um 11:56 Uhr
Dieser Film ist einfach klasse! Egal wer hier was sagt hingehen und gucken!!!!!!!!Grüsse aus Eppendorf
24. andi | am 14. April 2008 um 23:01 Uhr
mitunter der schlechtesten Filme die ich je gesehen habe. Obzöne und primitive Sprache. Eine schande wie so ein film überhaupt gedreht werden konnte. Einfach nur schlecht!!
25. Atila | am 4. Mai 2008 um 10:19 Uhr
Hallo erstmal an alle,
ich habe den film gesehen und muss sagen das dieser film echt einiges realitätes zeigt. Nur es gibt Menschen die dieses Leben nicht kennen und es auch nicht verstehen.
Ich direkt fand das das ende des Filmes von drei varianten die schlimste war aber auch sehr Real.
Ich habe das gefühl das die meisten Filmkritiker diesen Film nicht mögen und es nicht der Strasse gönnen. Sie haben ja die nötige Kohle und haben keine grossen Probleme, Aber es gibt genau dieses Klientiel wie TIBET im Film der von Autos Träumt und sich es nicht leisten kann und keine Arbeit hat und obenrauf noch drogensüchtig ist. Tja was sehen wir , also ich sehe ein Versagen des Systems. Und Chiko reitet sich immer mehr in die Kluft zwischen Freunde und und wahren Freunde. Na …….was merken wir ………diese Frage stellt sich ja wohl jeder.
Naja ich finde das dieser Film eines der besten Filme Deutschlands ist.
Und wir sollten Stolz sein das wir solche echten Filme Drehen könnnen.
Ich bin sehr stolz auf Deutschland . den dieses Land verdient unsere Liebe .
26. Mitch | am 20. Mai 2008 um 14:01 Uhr
Nur zur Info: Ich schreibe meine Filmkritiken jetzt auf einer separaten Domain: http://filmundfernsehkritik.de
27. serkan | am 5. Juni 2008 um 22:22 Uhr
Ich habe den FIlm gestern zum ersten mal im kino gesehen,wie die meisten auch schon kommentiert haben schließ ich mich ebenfalls an und möchte sagen das “Chiko” in mein Augen der BESTER FILM ist.
Grüße an alle die im Film mitgespielt haben….und vorallem an den Regisseur.
Serkan
28. sickness | am 3. Juli 2008 um 17:34 Uhr
leute wo kann ich den film finden ich such den schon überall bin voll scharf drauf den film zu sehen weil die anderen deutschen filme so langweilig sind hilft
hilft mir!!!
29. SULU | am 4. Juli 2008 um 08:45 Uhr
@ Sickness
Der Film läuft noch in Hamburg im Smart City UCI, weiß nicht woher du kommst, aber ansonsten gibt es den erst im Sep/Okt auf DVD.
*Editiert wg. Beleidung*
30. Cash | am 4. Juli 2008 um 08:47 Uhr
*Editiert wg. Beleidung*
31. sickness | am 8. Juli 2008 um 14:49 Uhr
aso ich bin nicht aus hamburg komme aus dortmund runterladen kann mann den auch nicht oder ?
*Editiert wg. Beleidung*